Zunächst möchte ich mich bei der Bonsaischule in Enger bedanken, die mir ihre Bilder zu Verfügung gestellt hat, die in diesem Bericht vorzufinden sind.
Ich empfehle auch jedem dort einmal vorbei zu schauen. Sie haben eine gute Internetpräsenz und einen sehr großen Laden mit einer riesigen Ausstellungs- und Freilandfläche.
Hier der Link : www.bonsaischule.de
Ein persönliches Danke an Herr Pieper !
In diesem Bericht möchte ich einiges über Bonsaiwerkzeug schreiben. Hierbei geht es darum,
vor allem Neulingen zu erklären, wofür entsprechendes Werkzeug gebraucht wird, was
man aber auch teilweise alternativ nehmen kann, wenn der Geldbeutel nicht so locker
sitzt.
Das ist auch eines der Punkte, wo viele sich immer viel zu sehr verleiten lassen. Gerade als
Anfänger muss es nicht immer das beste und teuerste sein. Vor allem braucht man das meiste
Werkzeug am Anfang gar nicht, da der Neuling in der Regel noch gar nicht so weit ist, die
entsprechenden Geräte zu benutzen und zu gebrauchen.
Hinzu kommt, das ein Bonsaianfänger erst einmal herausfinden muss, ob ihm das Hobby
überhaupt zusagt und auch lange Zeit dabei bleibt. Dann wäre alles Geld umsonst rausgeschmissen.
Ich werde meinen Bericht in zwei Teile schreiben. Im ersten Teil geht es um alles mögliche an Werkzeug und sonstigen Dinge die es in der Bonsaiwelt gibt. Dazu natürlich auch wofür
die entsprechenden Geräte verwendet werden.
Im zweiten Teil schreibe ich wie oben angesprochen von den Alternativen zu einigen Werkzeugen. Alles ist natürlich nicht ersetzbar, aber ein paar Möglichkeiten gibt es schon.
Im allgemeinen schreibe ich so, dass es auch ein Anfänger verstehen kann, also in normalen Worten. Fachchinesisch nützt keinem was und ist meiner Meinung nach zu diesem Thema nicht angebracht. Alle Texte sind in eigenen Worten gefasst.
Im ersten Teil geht es um folgende Werkzeuge und sonstige Dinge, die man für sein Bonsaihobby gebrauchen kann :
Bonsaischeren, Blattschneider, Konkavzangen, Drahtzangen, Wurzelzangen, Wurzelkrallen, Wurzelhaken, Jin-Zangen, sonstiges Jin- und Shari Werkzeug, Knospenzange, Ast-Zwingen, Bonsaibesen, Draht, Bast, Schutzschläuche, Abdecknetze, Dünger-Körbchen, Moos, Erdsiebe, Ast/Stamm Sägen, Drehteller, Pinzetten, Wundpasten, Gewichte, Bürsten, Gießwerkzeug, Gasbrenner.
Die Bonsaischere :
Es gibt eine ganze Reihe von Bonsaischeren. Kleine, große lange und kurze. Die Scheren werden entsprechend dazu benutzt Äste einzukürzen bzw. abzuschneiden. Kleine Scheren nimmt man für dünnere Äste. Größere für etwas dickere Äste. Die längeren Formen sind
für dichten Bewuchs wie z.B. in der Krone geeignet, da man dort mit ihnen besser an die
entsprechenden Äste heran kommt.


Der Blattschneider :
Die Blattschneider sind alle in etwa gleich und haben nur den Zweck, Blätter an den Bäumen abzuschneiden bzw. einen Blattschnitt durch zu führen.

Die Konkavzange :
Ein sehr wichtiger Bestandteil des Bonsai-Werkzeugs. Die Konkavzange ist dafür da, um z.B.
Äste direkt vom Stamm zu entfernen. Diese Zange hat die Eigenschaft beim abschneiden eines Astes etwas in den Baumstamm einzudringen. Dies ist für die Wundheilung dieser Schnittstelle sehr wichtig. Würde man als Beispiel den Ast nur absägen, würde die Wunde sehr dick zuwachsen und hinterließe unschöne Stellen. Bei der Konkavzange entsteht ein ovaler Schnitt etwas in dem Stamm eingegraben, so dass nur diese Einkerbung zuwächst undder Stamm bei vernünftiger Anwendung der Konkavzange an dieser Stelle später „glatt“ bleibt. Die Konkavzange ist eins der unverzichtbaren Werkzeuge in der Bonsaiwelt.

Die Drahtzange :
Auch ein sehr nützliches Werkzeug in unserem Bonsaihobby. Die Drahtzange wird u.a. dafür benutzt, einen Baum welcher gedrahtet ist wieder zu entdrahten. Das ist teilweise gar nicht so einfach, da man oft die Wicklungen cm für cm abschneiden muss. Das Problem ist, wenn man
einen herkömmlichen Drahtschneider nehmen würde, (nehmen wir mal einen Seitenschneider aus dem Baumarkt) kann es passieren dass man beim schneiden die Rinde des Astes verletzt.
Von daher haben richtige Drahtzangen für Bonsais die Eigenschaft, vorne ganz leicht abgerundet zu sein, so dass dies nicht so schnell passieren kann. Dennoch funktioniert natürlich auch ein Seitenschneider. Aber dazu mehr im 2. Teil. Die Drahtzange gibt es auch in verschiedenen Größen für verschieden Starke Drähte.


Die Wurzelzange :
Die Wurzelzange ist eigentlich ein weiter fortgeschrittenes Werkzeug. Denn hiermit werden Wurzeln gespalten, um diese besser in Richtung bringen zu können. Natürlich dient sie auch zum entfernen dicker Wurzeln. Aber nicht nur dafür ist das Werkzeug gedacht. Die Wurzelzange wird auch oft dazu verwendet, Äste zu spalten, welche später zu einem Jin bearbeitet werden.

Die Wurzelkralle :
Die Wurzelkralle wird benötigt um Erde und vor allem den Wurzelballen zu lockern, wenn man einen Baum z.B. umtopfen möchte. Ihr Aussehen ist einer gebogenen Gabel ähnelnd, somit man die Möglichkeit hat die teilweise festgepappte Erde von den Wurzeln zu lösen, ohne diese großartig zu beschädigen. Denn das ist sehr wichtig, da die Wurzeln ja das eigentliche Leben jedes Baums sind. Weiterhin kann man mit der Wurzelkralle zu feste Erde an der Oberfläche lockern oder auch Unkraut entfernen, welcher schon längere Wurzeln besitzt. Ist dann durch das lockern etwas einfacher als von vorneherein mit den Fingern, da es bei Unkraut wichtig ist, die Wurzeln komplett mit heraus zu ziehen.

Der Wurzelhaken :
Der Wurzelhaken hat eine ähnliche Funktion wie Die Wurzelkralle. Der Haken besteht aus einem gebogenen Stahlstück. Hiermit kommt man besser in die Zwischenräume der dicken Wurzeln, wo man mit der Wurzelkralle chancenlos wäre.

Die Jin-Zange :
Die Jin-Zange wird zum entrinden von Ästen benötigt, die man dazu gebrauchen will sie als Totholz stehen zu lassen. Da sie zwei spitzzulaufende Zangenflächen hat, die auch noch abgerundet sind, kann mit ihr sehr gut die Rinde „einklemmen“ und durch das eindrehen der Rinde diese gut abziehen bzw. abrollen. Wer viel mit Totholz arbeitet wird diese Zange lieben lernen und ein unverzichtbares Werkzeug sein.

Sonstiges Jin- und Shari Werkzeug :
Hier gibt es etliche Werkzeuge die zur Bearbeitung von Totholz gebraucht werden. Ich werde einige aufzählen, aber nicht näher darauf eingehen. Hierzu werde ich vielleicht mal einen Extrabericht schreiben, da dieses Thema sehr ausgeweitet werden kann. Hier also einige Werkzeuge ... aber es gibt noch einiges mehr an Werkzeuge in dieser Richtung ...
Es gibt Spaltwerkzeuge, welche die Funktion haben Äste für Totholzarbeiten zu spalten. Dann gibt es viele verschiedene sogenannte Haken, Sicheln, Doppelmesser, Stechbeitel u.s.w. welche alle im Prinzip dafür da sind, Äste für Totholz zu schälen und zu bearbeiten. Wie gesagt, darüber kann man Seitenweise schreiben.




Die Knospenzange :
Die Knospenzange hat eine ähnliche Funktion wie die Konkavzange. Mit ihr kommt man aber noch ein wenig weiter in den Stamm, wenn man einen Ast abschneiden möchte. Das gibt einen noch etwas schöneren Schnitt, der auch noch sauberer heilen kann.
Möchte man ein wenig Bewegung in den Ast oder dem Stamm bekommen, drahtet man diese entsprechend in der Regel. Oft sind die Äste aber schon so dick, dass man mit dem Draht eigentliche keine Chance mehr hat eine leichte Biegung mit einem Draht hinzubekommen. In diesem Fall wird eine Zwinge gebraucht. Diese kann man zwischen Ast klemmen und drehen des oberen Knopfes den Ast zum biegen „zwingen“....dies geht meist über einen längeren Zeitraum, indem dem man immer Stückchen für Stückchen weiter dreht, bis der Ast die gewünschte Biegung erreicht hat. Dies kann natürlich nicht endlos getrieben werden, da sonst der Ast brechen würde. Auch aus diesem Grund wird es über längere Zeit gemacht, da bei sofortigen drehen bis zur erhofften Biegung der Ast knacken würde

Der Bonsaibesen ist nicht sehr wichtig in der Bonsaiwelt, wird aber gerne vor allem wegen seinem urigen Aussehen genommen. Mit dem Besen wird die Erdoberfläche in der schale von Unreinheiten befreit, wie z.B. abgefallen Blätter u.s.w. Auch der Schalenrand kann schön „abgefegt“ werden, so dass dieser wieder ansehnlich ist.

Der Draht :
Ein hochwichtiger Bestandteil beim Gestalten von Bonsais ist das Drahten. Hierzu wird in der Regel Aluminiumdraht verwendet, den es in jedem Bonsai-Fachmarkt gibt. Es gibt ihn aber auch in Form von Kupfer, welcher auch billiger, aber schwerer zu handhaben ist. Aber wie gesagt wird meist oder fast immer der Aluminiumdraht genommen, welcher braun eloxiert ist, damit er am stamm und an den Ästen nicht ganz so stark auffällt.
Der Draht wird einfach gesagt um Äste und stamm gewickelt, um diese in eine bestimmte Richtung zu bringen. Äste können so auch 1-2 Biegungen erhalten. Der Draht bleibt dann je nach Baumart eine gewisse Zeit stehen und wird dann mit der Drahtzange wieder entfernt.
Durch diese Methode bleiben dann Äste und Stamm in der gewünschten Richtung. Wer sich als Anfänger an solche dinge traut, sollte sich über das Drahten von Bonsais sehr viele Infos einholen oder sogar einen Kurs mitmachen. Denn man kann durch falsche Arbeitsweisen den Baum sehr beschädigen. Es gibt einige Richtlinien wie der draht gewickelt wird, an welchen Stellen er genau liegen muss, wie die Äste gebogen werden u.s.w. – dies sollte auf keinen Fall unterschätzt werden.
Aufgrund der verschiedenen Stamm- und Astdicken, werden auch verschiedene Drahtdicken benötigt. Je dicker der ast umso stärker muss auch der Draht sein. Hier gibt es in der Regel die Stärken von 1-5 mm.


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Der Bast :
Bast ist dafür da, den Baum beim Drahten und starken Biegungen zu schützen. Würde man bei schweren Biegungen ohne Bast arbeiten, würde Die Borke und weiteres am Inneren des Baumes beschädigt werden. Bis dahin, dass sogar die Saftbahnen stark in Leidenschaft gezogen werden würden, was bestimmte Partien des Baumes zum absterben zwingen könnte. Wenn nicht sogar der Tod des Bonsai. Je nachdem wo das ganze stattgefunden hat.
Ein weiterer Zweck hat der Bast bei starken Biegungen, wenn dieser vorher eine zeitlang in Wasser gelegt wird. Nach dem er schön durchgeweicht ist und man ihn fest um den Ast wickelt ist es möglich das der Ast bei bestimmten Baumarten besser zu biegen ist. Aber dies wird nur bei wirklich sehr schwierigen Biegungen gemacht.
Der Schutzschlauch :
Es gibt noch andere Arten, um Äste in eine richtig zu bringen. Will man ihn z.B. weiter nach unten haben, wird oft mit Gewichten gearbeitet, die an den ast gehangen werden. Oder eine weitere Methode ist es einen Draht um ihn zu legen, welcher dann in einem Zug auch um die Schale gelegt wird, so dass der Ast heruntergezogen, also gespannt wird.
Somit kann das Drahten vermieden werden. Da natürlich einiges an Zugkraft auf dem Ast liegt, würde dieser mit Sicherheit beschädigt werden. Damit dies nicht passiert gibt es dafür Schutzschläuche, die über den Draht gezogen werden. An der Stelle wo der Draht auf dem ast liegt, schiebt man dann den Schlauch dazwischen, damit dieser vor Druckstellen geschützt ist.

Das Abdecknetz :
Alle Bonsaischalen sind am Schalenboden mit löchern versehen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Und das ist auch sehr wichtig, da das Wasser sonst in der Schale stehen bleiben und die Wurzeln zum faulen bringen würde. Das bedeutet ein schnelles Ende des Baumes, da sich dann die Wurzeln verschließen, absterben und den Baum nicht mehr mit Nährstoffen versorgen kann.
Damit aus den Löchern keine Erde entweichen kann, legt man auf diese von innen spezielle Abdecknetze. Das ist sehr wichtig, den zum einen gäbe es ohne Abdecknetze immer eine sauerei beim gießen und zum zweiten brauchen die Wurzeln ja auch die Nährstoffreiche Erde.
Düngerkörbchen :
Alle Bonsais müssen aufgrund der geringen Schalengröße und den wenigen Nährstoffen in der wenigen Erde gedüngt werden. Da gibt es verschieden Düngermöglichkeiten. Eine davon ist mit festem Dünger zu arbeiten. Es werden in etwa 1 cm große Düngestückchen einfach auf die Erde gelegt. Die sogenannten Outdoor-Bonsais (Bonsais für draußen), stehen in Gärten, auf Terassen u.s.w. --- Aber der Bonsailiebhaber der seine Bäume draußen stehen hat, hat auch oft kleine Feinde, wie verschiedene Vogelarten. Diese begnügen sich gerne des düngers und stibitzen es dem Besitzer aus der Schale. Aus diesem Grund gibt es kleine Körbchen die über die Düngerstücke gestellt werden, damit diese nicht mehr „geklaut“ werden können.

Das Moos :
Moos hat mehrere Einsatzbereiche bei Bonsais. Erst einmal wird grünes Moos oft dazu verwendet, um den Bereich um den Baum herum auf der Erde zu „verschönern“ und natürlicher zu machen. Wer die Natur beobachtet wird sehr viele Bäume sehen, welche unten auf der Erde mit Moos bewachsen sind. Dies gibt im Zusammenklang mit der Schale, dem Baum und der Erde oft ein sehr viel schöneres Bild, als ohne Moos. Aber das ist Geschmackssache jedes einzelnen.
Weiterhin hat Moos die Eigenschaft, Wasser länger speichern zu können. Ist die Erde also damit abgedeckt, kann diese nicht so schnell austrocknen, was besonders im Sommer in der Sonne sehr vorteilhaft sein kann, besonders dann, wenn man den ganzen Tag außer Haus ist und erst abends gießen kann.
Es gibt noch eine andere Sorte von Moos, das Sphagnum Moos. Dieses wird oft verwendet, wenn ein Stamm z.B. in einem etwas höheren Bereich bewurzelt werden soll. Ich werde hier jetzt nicht Seitenweise beschreiben wie das funktioniert, nur in ganz groben Zügen.. Jedenfalls gibt es die Möglichkeit einen Stamm an einer anderen Stelle zum Wurzeln zu bringen. Die entsprechende Stelle wird am Stamm eingeritzt und mit einem Behälter oder einer Folie umgeben bzw. gewickelt. In diesen Behälter / Folie steckt man dann dieses Sphagnum Moos, da es die Eigenschaft hat Feuchtigkeit sehr lange zu speichern, was beim Bewurzeln eines Stammes wichtig ist, damit es auch funtkioniert.

Astsäge :
Sehr oft müssen bei Bonsais Äste und Stämme abgesägt werden. Hierzu gibt es nicht viel zu sagen, da ich glaube, dass jeder eine Säge kennen müsste. Es gibt hierfür spezielle Sägen, mit denen man sehr gut und leicht Äste absägen kann. Sie sind meist in kleinem Format, damit man auch zwischen anderen Ästen vorbeikommt. Die Zahnung ist relativ grob, wie man es von allgemeinen Holzsägen kennt.


Der Drehteller :
Ein nicht zu unterschätzendes Utensil ist der Drehteller. Nahezu jeder macht am Anfang die Erfahrung mit, dass beim anschauen des Baumes von allen Seiten und bei der Gestaltung es sehr schwierig und umständlich den Baum immer zu heben und zu drehen. Besonders dann, wenn Baum und Schale größer sind. Hinzu kommt noch das Gewicht der Erde. Ein Drehteller vereinfacht das ganze immens. Hier stellt man seinen Baum drauf und kann ihn sehr leicht drehen, da in den Drehtellern meist Kugellager sind.
Die Pinzette hat mehrere kleine Aufgaben. Mit ihr kann unerwünschtes Restmaterial von der Bonsaiarbeit aus der erde entfernt werden. Moos kann sehr leicht abgelegt und aufgenommen werden. Auch für das Entfernen von Triebspitzen ist die Pinzette gut.
Die Wundpaste :
Die Wundpaste ist ein Muss für jeden Bonsaianer. Diese Paste kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um Wundverheilung des Baumes geht. Z.B. bei Schnittwunden mit der Konkavzange wenn ein ast abgeschnitten wurde. Hier wird auf der Wunde die Paste aufgelegt, die von der Verarbeitung her Knete sehr ähnelt. So kann die Wunde nicht austrocknen und kann gut heilen. Es gibt auch Paste aus der Tube, von der ich aber nur abraten kann. Die Paste hat u.a. den großen Vorteil, dass diese sich bei der Wundverheilung ablöst bzw. man diese dann wieder entfernen kann. Das Mittel aus der Tube schliesst erstens die Wunde nicht richtig dicht und wächst weiterhin auch mit in die Wunde ein, was die Wundstelle hinterher nicht gerade schön aussehen lässt.

Gewichte :
Gewichte sind dafür da, was ich oben schon beim Thema Schutzschläuche beschrieben habe, einen Ast herunter zu ziehen. Durch das anbinden von Draht an einem Ast und das anhängen eines Gewichtes wird der Ast heruntergezogen. Bis der Ast etwas dicker geworden ist und dann dadurch in der gewünschten Richtung bleibt. Hierfür werden verschieden schwere
Gewichte angeboten.

Bürsten :
Es gibt verschiedene Arten von Bürsten. Beispielsweise Jinbürsten. Diese werden dazu verwendet, einen Jin oder Shari (also Totholzbereiche) zu reinigen. Der im laufe der Zeit angesammelte Dreck und Grünspan an Totoholz und auch der normalen Rinde, sollte ab und zu gesäubert bzw. abgebürstet werden.
Es gibt verschiedene Bürsten in Form und Farbe. Auch Borsten gibt es in verschiedener Art, wie z.B. Messing, - Draht,- oder Kunststoffborsten.


Gießwerkzeug :
Um Bonsais zu gießen gibt es zwei Methoden. Entweder man taucht sie komplett mit der Schale unter Wasser bis keine Luftbläschen mehr kommen, oder man gießt sie ganz normal.
Beide Methoden sind bewährt, wobei ein Anfänger vielleicht jeden 2. – 3. Bewässerungsvorgang dem tauchen widmen sollte, da er so sicher sicher sein kann, dass der Wurzelballen auch komplett durchnässt ist.
Beim gießen ist es wirklich vorteilhaft eine vernünftige spezielle Gießkanne zu besitzen. Jeder
erfahrene Bonsaianer weis, wie schlecht es ist mit einer normalen Gießkanne zu bewässern. Das liegt u.a. daran, das die Brausen viel zu grobporig sind und die Erde mehr aufwühlen alles alles andere. Das gibt nur eine Sauerei mit der Erde. Zum anderen haben spezielle Gießkannen einen viel längeren Hals, der dem Wasser viel Druck gibt, aber durch seine feinporige Brause das Wasser sehr fein und druckvoll in die Erde gibt. Somit spült sich die Erde nicht so auf und das Wasser dringt direkt in die Erde und versickert.Es gibt sehr unterschiedliche Gießkannen. Es gibt sie aus Kunststoff, Edelstahl und Kupfer. Ein Anfänger sollte erst einmal die günstigere Version nehmen, eine Kunststoffkanne.
Weiteres Gießwerkzeug ist die Ballbrause. Mit ihr kann man sehr gut kleine Bäume mit sehr kleinen Schalen gießen. Das ist sehr effektiv und jedem zu empfehlen. Auch die Profis nehmen diese Brausen.




Ich hoffe der Bericht wird vielen Anfängern bzw. Neulingen dabei helfen, die einzelnen Werkzeuge und Zubehörteile zu verstehen. Somit brauch auch nicht ständig nachgefragt werden, sondern es kann auf diesen Beitrag hingewiesen werden.
Zuletzt danke ich mich noch einmal bei der Bonsaischule Enger, die mir ihre Bilder zu Verfügung gestellt hat, die in diesem Bericht vorzufinden sind.
Ich empfehle auch jedem dort einmal vorbei zu schauen. Sie haben eine gute Internetpräsenz und einen sehr großen Laden mit einer riesigen Ausstellungs- und Freilandfläche.
Hier der Link : www.bonsaischule.de
Ein persönliches Danke an Herr Pieper !
Es gibt noch andere Arten, um Äste in eine richtig zu bringen. Will man ihn z.B. weiter nach unten haben, wird oft mit Gewichten gearbeitet, die an den ast gehangen werden. Oder eine weitere Methode ist es einen Draht um ihn zu legen, welcher dann in einem Zug auch um die Schale gelegt wird, so dass der Ast heruntergezogen, also gespannt wird.
Somit kann das Drahten vermieden werden. Da natürlich einiges an Zugkraft auf dem Ast liegt, würde dieser mit Sicherheit beschädigt werden. Damit dies nicht passiert gibt es dafür Schutzschläuche, die über den Draht gezogen werden. An der Stelle wo der Draht auf dem ast liegt, schiebt man dann den Schlauch dazwischen, damit dieser vor Druckstellen geschützt ist.

Das Abdecknetz :
Alle Bonsaischalen sind am Schalenboden mit löchern versehen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Und das ist auch sehr wichtig, da das Wasser sonst in der Schale stehen bleiben und die Wurzeln zum faulen bringen würde. Das bedeutet ein schnelles Ende des Baumes, da sich dann die Wurzeln verschließen, absterben und den Baum nicht mehr mit Nährstoffen versorgen kann.
Damit aus den Löchern keine Erde entweichen kann, legt man auf diese von innen spezielle Abdecknetze. Das ist sehr wichtig, den zum einen gäbe es ohne Abdecknetze immer eine sauerei beim gießen und zum zweiten brauchen die Wurzeln ja auch die Nährstoffreiche Erde.
Düngerkörbchen :
Alle Bonsais müssen aufgrund der geringen Schalengröße und den wenigen Nährstoffen in der wenigen Erde gedüngt werden. Da gibt es verschieden Düngermöglichkeiten. Eine davon ist mit festem Dünger zu arbeiten. Es werden in etwa 1 cm große Düngestückchen einfach auf die Erde gelegt. Die sogenannten Outdoor-Bonsais (Bonsais für draußen), stehen in Gärten, auf Terassen u.s.w. --- Aber der Bonsailiebhaber der seine Bäume draußen stehen hat, hat auch oft kleine Feinde, wie verschiedene Vogelarten. Diese begnügen sich gerne des düngers und stibitzen es dem Besitzer aus der Schale. Aus diesem Grund gibt es kleine Körbchen die über die Düngerstücke gestellt werden, damit diese nicht mehr „geklaut“ werden können.

Das Moos :
Moos hat mehrere Einsatzbereiche bei Bonsais. Erst einmal wird grünes Moos oft dazu verwendet, um den Bereich um den Baum herum auf der Erde zu „verschönern“ und natürlicher zu machen. Wer die Natur beobachtet wird sehr viele Bäume sehen, welche unten auf der Erde mit Moos bewachsen sind. Dies gibt im Zusammenklang mit der Schale, dem Baum und der Erde oft ein sehr viel schöneres Bild, als ohne Moos. Aber das ist Geschmackssache jedes einzelnen.
Weiterhin hat Moos die Eigenschaft, Wasser länger speichern zu können. Ist die Erde also damit abgedeckt, kann diese nicht so schnell austrocknen, was besonders im Sommer in der Sonne sehr vorteilhaft sein kann, besonders dann, wenn man den ganzen Tag außer Haus ist und erst abends gießen kann.
Es gibt noch eine andere Sorte von Moos, das Sphagnum Moos. Dieses wird oft verwendet, wenn ein Stamm z.B. in einem etwas höheren Bereich bewurzelt werden soll. Ich werde hier jetzt nicht Seitenweise beschreiben wie das funktioniert, nur in ganz groben Zügen.. Jedenfalls gibt es die Möglichkeit einen Stamm an einer anderen Stelle zum Wurzeln zu bringen. Die entsprechende Stelle wird am Stamm eingeritzt und mit einem Behälter oder einer Folie umgeben bzw. gewickelt. In diesen Behälter / Folie steckt man dann dieses Sphagnum Moos, da es die Eigenschaft hat Feuchtigkeit sehr lange zu speichern, was beim Bewurzeln eines Stammes wichtig ist, damit es auch funtkioniert.
Das Erdsieb :
Bei dem anfertigen einer Bonsaierde spielen viele Faktoren eine Rolle. Auch darüber könnte man wieder Seitenweise schreiben.
Jedenfalls ist die Körnung teilweise sehr wichtig. Aus diesem Grund benutzt man u.a. ein Erdsieb. Braucht man eine bestimmte Körnung wird diese durch das sieben der Erde erreicht. Daher gibt es auch verschiedene Siebe mit unterschiedlich großen Maschen.
Weiterhin wird solch ein Sieb auch dazu verwendet um z.B. bei Akadama den Feinstaub auszusieben, damit dieses nicht klumpig werden kann. Akadama ist gebrannter Lehm, welches in der Bonsaiwelt sehr oft zum Einsatz kommt.
Bei dem anfertigen einer Bonsaierde spielen viele Faktoren eine Rolle. Auch darüber könnte man wieder Seitenweise schreiben.
Jedenfalls ist die Körnung teilweise sehr wichtig. Aus diesem Grund benutzt man u.a. ein Erdsieb. Braucht man eine bestimmte Körnung wird diese durch das sieben der Erde erreicht. Daher gibt es auch verschiedene Siebe mit unterschiedlich großen Maschen.
Weiterhin wird solch ein Sieb auch dazu verwendet um z.B. bei Akadama den Feinstaub auszusieben, damit dieses nicht klumpig werden kann. Akadama ist gebrannter Lehm, welches in der Bonsaiwelt sehr oft zum Einsatz kommt.

Astsäge :
Sehr oft müssen bei Bonsais Äste und Stämme abgesägt werden. Hierzu gibt es nicht viel zu sagen, da ich glaube, dass jeder eine Säge kennen müsste. Es gibt hierfür spezielle Sägen, mit denen man sehr gut und leicht Äste absägen kann. Sie sind meist in kleinem Format, damit man auch zwischen anderen Ästen vorbeikommt. Die Zahnung ist relativ grob, wie man es von allgemeinen Holzsägen kennt.


Der Drehteller :
Ein nicht zu unterschätzendes Utensil ist der Drehteller. Nahezu jeder macht am Anfang die Erfahrung mit, dass beim anschauen des Baumes von allen Seiten und bei der Gestaltung es sehr schwierig und umständlich den Baum immer zu heben und zu drehen. Besonders dann, wenn Baum und Schale größer sind. Hinzu kommt noch das Gewicht der Erde. Ein Drehteller vereinfacht das ganze immens. Hier stellt man seinen Baum drauf und kann ihn sehr leicht drehen, da in den Drehtellern meist Kugellager sind.
Die Pinzette hat mehrere kleine Aufgaben. Mit ihr kann unerwünschtes Restmaterial von der Bonsaiarbeit aus der erde entfernt werden. Moos kann sehr leicht abgelegt und aufgenommen werden. Auch für das Entfernen von Triebspitzen ist die Pinzette gut.

Die Wundpaste :
Die Wundpaste ist ein Muss für jeden Bonsaianer. Diese Paste kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um Wundverheilung des Baumes geht. Z.B. bei Schnittwunden mit der Konkavzange wenn ein ast abgeschnitten wurde. Hier wird auf der Wunde die Paste aufgelegt, die von der Verarbeitung her Knete sehr ähnelt. So kann die Wunde nicht austrocknen und kann gut heilen. Es gibt auch Paste aus der Tube, von der ich aber nur abraten kann. Die Paste hat u.a. den großen Vorteil, dass diese sich bei der Wundverheilung ablöst bzw. man diese dann wieder entfernen kann. Das Mittel aus der Tube schliesst erstens die Wunde nicht richtig dicht und wächst weiterhin auch mit in die Wunde ein, was die Wundstelle hinterher nicht gerade schön aussehen lässt.

Gewichte :
Gewichte sind dafür da, was ich oben schon beim Thema Schutzschläuche beschrieben habe, einen Ast herunter zu ziehen. Durch das anbinden von Draht an einem Ast und das anhängen eines Gewichtes wird der Ast heruntergezogen. Bis der Ast etwas dicker geworden ist und dann dadurch in der gewünschten Richtung bleibt. Hierfür werden verschieden schwere
Gewichte angeboten.

Bürsten :
Es gibt verschiedene Arten von Bürsten. Beispielsweise Jinbürsten. Diese werden dazu verwendet, einen Jin oder Shari (also Totholzbereiche) zu reinigen. Der im laufe der Zeit angesammelte Dreck und Grünspan an Totoholz und auch der normalen Rinde, sollte ab und zu gesäubert bzw. abgebürstet werden.
Es gibt verschiedene Bürsten in Form und Farbe. Auch Borsten gibt es in verschiedener Art, wie z.B. Messing, - Draht,- oder Kunststoffborsten.


Gießwerkzeug :
Um Bonsais zu gießen gibt es zwei Methoden. Entweder man taucht sie komplett mit der Schale unter Wasser bis keine Luftbläschen mehr kommen, oder man gießt sie ganz normal.
Beide Methoden sind bewährt, wobei ein Anfänger vielleicht jeden 2. – 3. Bewässerungsvorgang dem tauchen widmen sollte, da er so sicher sicher sein kann, dass der Wurzelballen auch komplett durchnässt ist.
Beim gießen ist es wirklich vorteilhaft eine vernünftige spezielle Gießkanne zu besitzen. Jeder
erfahrene Bonsaianer weis, wie schlecht es ist mit einer normalen Gießkanne zu bewässern. Das liegt u.a. daran, das die Brausen viel zu grobporig sind und die Erde mehr aufwühlen alles alles andere. Das gibt nur eine Sauerei mit der Erde. Zum anderen haben spezielle Gießkannen einen viel längeren Hals, der dem Wasser viel Druck gibt, aber durch seine feinporige Brause das Wasser sehr fein und druckvoll in die Erde gibt. Somit spült sich die Erde nicht so auf und das Wasser dringt direkt in die Erde und versickert.Es gibt sehr unterschiedliche Gießkannen. Es gibt sie aus Kunststoff, Edelstahl und Kupfer. Ein Anfänger sollte erst einmal die günstigere Version nehmen, eine Kunststoffkanne.
Weiteres Gießwerkzeug ist die Ballbrause. Mit ihr kann man sehr gut kleine Bäume mit sehr kleinen Schalen gießen. Das ist sehr effektiv und jedem zu empfehlen. Auch die Profis nehmen diese Brausen.



Der Gasbrenner :
Bei dem Gasbrenner gibt es nicht viel zu sagen. Er wird benötigt um Totholz zu biegen. Wird ein Todholz erhitzt, besteht die Möglichkeit ihn in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Denn oft passt das Todholz so wie es steht nicht zum Gesamtbild des Baumes und verändert es auf die oben beschriebene Art und Weise.
Bei dem Gasbrenner gibt es nicht viel zu sagen. Er wird benötigt um Totholz zu biegen. Wird ein Todholz erhitzt, besteht die Möglichkeit ihn in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Denn oft passt das Todholz so wie es steht nicht zum Gesamtbild des Baumes und verändert es auf die oben beschriebene Art und Weise.

Ich hoffe der Bericht wird vielen Anfängern bzw. Neulingen dabei helfen, die einzelnen Werkzeuge und Zubehörteile zu verstehen. Somit brauch auch nicht ständig nachgefragt werden, sondern es kann auf diesen Beitrag hingewiesen werden.
Zuletzt danke ich mich noch einmal bei der Bonsaischule Enger, die mir ihre Bilder zu Verfügung gestellt hat, die in diesem Bericht vorzufinden sind.
Ich empfehle auch jedem dort einmal vorbei zu schauen. Sie haben eine gute Internetpräsenz und einen sehr großen Laden mit einer riesigen Ausstellungs- und Freilandfläche.
Hier der Link : www.bonsaischule.de
Ein persönliches Danke an Herr Pieper !
Ein Bericht von Daniel E.







